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Stellungnahme zu den Angriffen auf Einsatzkräfte an Silvester

Ich habe bewusst abgewartet um zunächst mir ein Feedback bei unseren Einsatzkräften zu holen, die an Silvester überall im Dienst waren. Wer meine Post auf meiner Seite verfolgt weiß, dass ich kein Blatt vor den Mund nehme und ich habe mich bereits 2016, nach den Silvester-Vorfällen in Köln und Stuttgart, kritisch geäußert und die Tätergruppen auch öffentlich benannt, die für derartige Randale verantwortlich waren.
Eines vorweg. Ich habe in meinem Bekannten- und Freundeskreis viele Menschen mit Migrationshintergrund, die sich hier wohlfühlen und voll integriert sind. Genau die sind es die mit mir aktuell viel über Silvester reden und sich fremdschämen, was bundesweit an Silvester von überwiegend respektlosen, jungen Männer mit Migrationshintergrund, veranstaltet wurde.

Auch die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste, mit denen ich Kontakt hatte, haben mir ihr entsprechendes Wahrnehmungsbild geschildert.

Darum gibt es hier auch nichts schönzureden!
Über 90 % der auffälligen jungen, männlichen Silvester-Chaoten haben einen Migrationshintergrund und sind in Deutschland geboren und aufgewachsen bzw. kamen als hilfesuchende Flüchtlinge in die jeweiligen Städte.

In den sozialen Medien, wie auch in den Beiträgen der Nachrichtensender wird gezeigt, wie sich die „verrohten“ Täter selbst feiern und von der Menge bejubelt werden, wenn sie z.B. einen Feuerlöscher in die Windschutzscheibe eines fahrenden Rettungswagen werfen. Mich machen solche Bilder wütend.
Das nun auch Rettungsfahrzeuge angegriffen und Feuerwehrfahrzeuge in einen Hinterhalt gelockt und beschossen werden, ist nicht zu akzeptieren. Das man nun auch die angreift, die verletzten Menschen helfen wollen, zeigt eine neue Qualität einer teilweise verrohten Parallelgesellschaft.

Ist das ein Ergebnis einer jahrelang gescheiterten Integrationspolitik, gerade in den Städten die uns die schrecklichen Bilder zeigten? Ich meine ja!

Da schmerzen auch Aussagen von einigen Politikern und Polizeichefs, die im Vergleich zu anderen Silvestereinsätzen diese Gewaltausbrüche als „verhältnismässig normal“ darstellen.
Nein! Das ist nicht normal!

Jeder verletzte und angegriffene Helfer von Feuerwehr und Rettungsdienst, ist einer zu viel. Das über Jahre die Gewalt gegen Polizeibeamte zunimmt, nimmt man wohl zur Kenntnis und nach kurzer Aufregung verhalt dann wieder der Ruf nach Konsequenzen für die Chaoten, die unsere Gesellschaft und ihre stattlichen Institutionen nicht akzeptieren.

Krank dabei ist auch, die Angriffe und Sachbeschädigungen selbst zu filmen und ins Netz zu stellen um Aufmerksamkeit und Klicks zu bekommen, die man im richtigen Leben wohl nicht erfährt.
Junge Menschen, die sich in Gegenwart des eigenen Vaters es sich nicht trauen, aus Respekt, auf der Couch zu liegen, sind oft die Personen, welche sich dann kriminell und menschenverachtend verhalten! Und das ist nicht nur an Silvester so.

Natürlich bin ich weiterhin der Meinung ein generelles Böllerverbot in den Innenstädten zu fordern, damit uns künftig solche Bilder an Silvester nicht wieder sprachlos machen.
Ich weiß auch, dass man diejenigen damit „bestraft“, die sich an die Regeln halten. Aber passt unkontrolliertes Böllern noch in unsere Zeit, wenn wir über Klimaverbesserungen reden?

Das Grundproblem ausserhalb von Silvester wird dadurch aber nicht gelöst, dass weiß ich selbst nach fast 38 Jahren im Polizeidienst. Aber vor einigen Jahren hatten wir einfach diese Art von skrupelloser Respektlosigkeit nicht. Darum darf man auf keinen Fall wieder zur Tagesordnung übergehen.

Wer Einsatzkräfte angreift, Gewalt und Sachbeschädigungen auslebt, ihre Verachtung gegenüber staatliche Institutionen zum Ausdruck bringt, muss die Strafe auf dem Fuße folgen. Haftstrafen dürfen bei den „kriegsähnlichen Szenen“ wie in Berlin und Hamburg kein Tabu mehr sein.

Respekt und Wertschätzung lernt man bereits im Kindesalter.
Dies zu gewährleisten ist nicht Aufgabe der Polizei.
Da müssen anderen nun endlich ihre Hausaufgaben machen.

Es grüßt Sie aus
Mannheim

Thomas Mohr GdP-Vorsitzender