Gewerkschaft der Polizei
Bezirksgruppe Mannheim

Rhein-Neckar – Rund 2270 Polizisten halten im Bereich des Mannheimer Polizeipräsidiums (MA, HD, Rhein-Neckar-Kreis) Tag für Tag den Kopf für uns hin und sorgen für ein friedliches Miteinander. Dennoch werden sie täglich Opfer von Beschimpfungen und Attacken.

Fälle von Beleidigungen gegen Polizei-Beamte werden statistisch nicht erfasst. Dafür aber Gewalt-Delikte gegen sie. Und diese Fälle sind in den letzten Jahren stetig gestiegen: 2018 wurden 491 Taten registriert (+11,3 %) – der höchste Stand überhaupt. Alleine bis zum 31. Oktober 2019 waren es schon 401 Fälle!

Erschreckend: Die Zahl der verletzten Polizisten stieg 2018 von 60 auf 284.

Thomas Mohr (57), Landesvorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP): „Einem Kollegen wurde der Handrücken gebrochen, andere erlitten böse Prellungen und Hämatome. Selbst die Bodycams schrecken die oftmals stark alkoholisierten Angreifer nicht ab. Das ist so weiter nicht hinnehmbar!“

Ein Rezept gegen die zunehmende Gewalt und Beleidigungen gegen die Ordnungshüter hat Mohr nicht. Aber: „Immerhin hat unsere Gewerkschaft durchgesetzt, dass tätliche Angriffe auf unsere Kollegen mit Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu fünf Jahren Haft geahndet werden.“

Exklusiv für BILD hat die GdP die traurigen „Highlights“ an Beschimpfungen aus ihrem Dienstalltag zusammengefasst. Lesen Sie mal, womit sich unsere Ordnungshüter herumschlagen müssen.

Sprechgesang bei einem Fußballspiel aus einem Fanblock heraus: „Mohr, Du Arschloch!“(unterstützt mit rhythmischem Klatschen)

„Lass die Leute in Ruhe, Du Arschficker-Lehrling!“

Zu einer Polizistin: „Dich würde ich auch mal gerne durchficken!“

„Halt Deine Fresse, Du Nazi!“

„Zieh Deine Uniform aus, dann kämpfen wir Mann gegen Mann, Du Scheißbulle!“

„Wenn ich Dich privat sehen, mach ich Dich platt!“

„Ich arbeite an der Börse und verdiene mehr als Du, Pisser!“

„Du Wichser sagst mir nicht, was ich zu machen habe!“

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung Janine Wollbrett (BILD Rhein-Neckar)